Wir sind für Sie da

Professionelle Beweissicherung für die Betroffenen von Gewalt

Wir bieten Hilfe und Unterstützung für Menschen (m/w/d) bei häuslicher (Gewalt zwischen Partner_innen und Ex-Partner_innen) oder sexueller Gewalt und dokumentieren die Beweise unabhängig von einer Anzeige bei der Polizei. Das sichert Ihnen die Möglichkeit, auch später noch gegen Verursacher_innen vorzugehen.
 
Wir wissen: Vielen Betroffenen fällt es sehr schwer, nach erlebter Gewalt sofort zu entscheiden, ob sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten wollen. Für ein mögliches späteres Gerichtsverfahren ist es jedoch wichtig, zeitnah nach der Gewalterfahrung Befunde und Spuren fachkundig zu dokumentieren und zu sichern. So können Sie vorgehen:

 

1. Option: Anzeige bei der Polizei

Sie wenden sich direkt an eine Polizeidienststelle in Ihrer Nähe. Hier werden alle notwendigen Schritte eingeleitet und Sie werden gegebenenfalls in eine Klinik begleitet.

 

2. Option: Vertrauliche Spurensicherung – losgelöst von einer Anzeige

Sie wenden sich direkt an eine unserer Untersuchungsstellen. Unsere speziell geschulten Ärzt_innen sorgen dafür, dass alle relevanten Befunde sachkundig und gerichtsverwertbar dokumentiert werden. Was mit den Spuren anschließend passiert, entscheiden nur Sie: Unsere Ärzt_innen unterliegen der Schweigepflicht.

 

Bei schwerwiegenden Verletzungen, die eine ärztliche Versorgung erfordern, suchen Sie so schnell wie möglich ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis auf. Bitten Sie behandelnde Ärzt_innen um eine Fotodokumentation der unbehandelten Verletzungen. Sie können sich in so einem Fall auch später noch an uns wenden: Die Vorstellung in einer unserer Untersuchungsstellen ist auch nach einer erfolgten Erstbehandlung noch sinnvoll!

 

Opfer von Partnerschaftsgewalt in Deutschland im Jahr 2022
Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung in Deutschland im Jahr 2022
Fälle von häuslicher Gewalt in Niedersachsen im Jahr 2023
Untersuchungsstellen, an die Sie sich in Niedersachsen wenden können

Was wir Ihnen bieten

  • Gerichtsverwertbare (Foto-)­Dokumentation und Spurensicherung
  • Ärztliche Beratung unter Gewährleistung der Schweigepflicht
  • Kontakt zu Unterstützungsorganisationen
  • Sichere Lagerung und Dokumentation aller Spuren – mindestens 3 Jahre lang

 

Worauf Sie achten müssen

  • Bitte nehmen Sie möglichst schnell nach der Tat Kontakt zu einer Untersuchungsstelle auf. Einige Verletzungen sind nur kurz nachweisbar.
  • Führen Sie nach der Tat möglichst keine Körperreinigung durch (bitte waschen oder duschen Sie sich nicht). Dadurch gehen Spuren verloren.
  • Legen Sie alle möglichen Spurenträger (Kleidung, Bettwäsche und mehr) trocken in eine Papiertüte und bringen diese mit zur Untersuchung.

 

Für wen sind wir da?

Wenden Sie sich an uns, wenn Sie

  • von häuslicher oder sexueller Gewalt betroffen sind und noch keine Anzeige erstatten möchten.
  • Patient_innen schicken, unsere Expertise benötigen oder unterstützen möchten.
  • uns als Unterstützungseinrichtung Klient_innen schicken, sich mit uns vernetzen oder mit Ihrer Einrichtung in der Nachversorgung tätig sein möchten.

Was können Sie tun?

Sie wenden sich so schnell wie möglich an eine unserer Partnerkliniken und lassen objektive Spuren wie Sperma und ähnliches genauso wie Ihre Verletzungen (Blutergüsse etc.) sachkundig dokumentieren. Auf Wunsch stellen wir Kontakt zu Unterstützungseinrichtungen her.
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Ich bin betroffen
Sie stellen der oder dem Betroffenen unser Netzwerk vor und unterstützen sie oder ihn dabei, die Spuren dokumentieren zu lassen. Nehmen Sie dabei die Angst und stellen Sie Kontakt zu uns her. Unsere Ärzte unterliegen der Schweigepflicht. Eine Anzeige lässt sich später immer noch erstatten.
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Ich bin Fachkraft
Sie möchten Patientinnen/ Patienten zu uns schicken, benötigen unsere Expertise oder möchten unsere Arbeit unterstützen? Dann freuen wir uns darauf, Sie kennenzulernen: Nehmen Sie am besten gleich Kontakt auf!
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Ich bin Ärzt_in

Neue Partnerklinik im Netzwerk ProBeweis

Das Helios Klinikum Hildesheim hat sich dem Netzwerk ProBeweis angeschlossen.

 

Foto: Netzwerk ProBeweis/MHH

Auf dem Foto (von links nach rechts): Annerose Allner-Nebe (Pflegedirektion), Sarah Stockhausen (Netzwerk ProBeweis), Dr. Christian Theis (Chefarzt INA), Claudia Höfer (ltd. Oberärztin INA), Sybille Beitzenkroll (Bereichsleitung INA).

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Presseinformation: Niedersachsen regelt Kostenübernahme für vertrauliche Beweissicherung

Die Presseinformation vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung informiert über den Vertragsabschluss zur kassenfinanzierten Leistung der vertraulichen Spurensicherung im Rahmen vom Netzwerk ProBeweis.

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DATENSCHUTZ- UND SICHERHEITSHINWEIS – DIGITALE SPUREN

Wenn eine Person, die Sie bedroht, Zugang zu dem Rechner hat, mit dem Sie diese Website aufrufen, sollten Sie nach dem Verlassen der Seite Ihre digitalen Spuren verwischen. Wir haben die notwendigen Schritte für alle gängigen Browser auf dieser Seite für Sie zusammengefasst.