Wir sind für Sie da

Professionelle Beweissicherung für die Betroffenen von Gewalt

Wir bieten Hilfe und Unterstützung für Menschen (m/w/d) bei häuslicher (Gewalt zwischen Partner_innen und Ex-Partner_innen) und/oder sexueller Gewalt und dokumentieren die Beweise unabhängig von einer Anzeige bei der Polizei. Das sichert Ihnen die Möglichkeit, auch später noch gegen Verursacher_innen vorzugehen.
 
Wir wissen: Vielen Betroffenen fällt es sehr schwer, nach erlebter Gewalt sofort zu entscheiden, ob sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten wollen. Für ein mögliches späteres Gerichtsverfahren ist es jedoch wichtig, zeitnah nach der Gewalterfahrung Befunde und Spuren fachkundig zu dokumentieren und zu sichern. So können Sie vorgehen:

 

1. Option: Anzeige bei der Polizei

Sie wenden sich direkt an eine Polizeidienststelle in Ihrer Nähe. Hier werden alle notwendigen Schritte eingeleitet und Sie werden gegebenenfalls in eine Klinik begleitet.

 

2. Option: Vertrauliche Spurensicherung – losgelöst von einer Anzeige

Sie wenden sich direkt an eine unserer Untersuchungsstellen. Unsere speziell geschulten Ärzt_innen sorgen dafür, dass alle relevanten Befunde sachkundig und gerichtsverwertbar dokumentiert werden. Was mit den Spuren anschließend passiert, entscheiden nur Sie: Unsere Ärzt_innen unterliegen der Schweigepflicht.

 

Bei schwerwiegenden Verletzungen, die eine ärztliche Versorgung erfordern, suchen Sie so schnell wie möglich ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis auf. Bitten Sie behandelnde Ärzt_innen um eine Fotodokumentation der unbehandelten Verletzungen. Sie können sich in so einem Fall auch später noch an uns wenden: Die Vorstellung in einer unserer Untersuchungsstellen ist auch nach einer erfolgten Erstbehandlung noch sinnvoll!

 

Opferzahl partnerschaftlicher Gewalt in Deutschland im Jahr 2020
Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung im Jahr 2021
Opfer häuslicher Gewalt in Niedersachsen im Jahr 2021
Untersuchungsstellen, an die Sie sich wenden können

Was wir Ihnen bieten

  • Gerichtsverwertbare (Foto-)­Dokumentation und Spurensicherung
  • Ärztliche Beratung unter Gewährleistung der Schweigepflicht
  • Kontakt zu Unterstützungsorganisationen
  • Sichere Lagerung und Dokumentation aller Spuren – mindestens 3 Jahre lang

 

Worauf Sie achten müssen

  • Bitte nehmen Sie möglichst schnell nach der Tat Kontakt zu einer Untersuchungsstelle auf. Einige Verletzungen sind nur kurz nachweisbar.
  • Führen Sie nach der Tat möglichst keine Körperreinigung durch (bitte waschen oder duschen Sie sich nicht). Dadurch gehen Spuren verloren.
  • Legen Sie alle möglichen Spurenträger (Kleidung, Bettwäsche und mehr) trocken in eine Papiertüte und bringen diese mit zur Untersuchung.

 

Für wen sind wir da?

Wenden Sie sich an uns, wenn Sie

  • von häuslicher oder sexueller Gewalt betroffen sind und noch keine Anzeige erstatten möchten.
  • Patient_innen schicken, unsere Expertise benötigen oder unterstützen möchten.
  • uns als Unterstützungseinrichtung Klient_innen schicken, sich mit uns vernetzen oder mit Ihrer Einrichtung in der Nachversorgung tätig sein möchten.

Was können Sie tun?

Sie wenden sich so schnell wie möglich an eine unserer Partnerkliniken und lassen objektive Spuren wie Sperma und ähnliches genauso wie Ihre Verletzungen (Blutergüsse etc.) sachkundig dokumentieren. Auf Wunsch stellen wir Kontakt zu Unterstützungseinrichtungen her.
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Ich bin betroffen
Sie stellen der oder dem Betroffenen unser Netzwerk vor und unterstützen sie oder ihn dabei, die Spuren dokumentieren zu lassen. Nehmen Sie dabei die Angst und stellen Sie Kontakt zu uns her. Unsere Ärzte unterliegen der Schweigepflicht. Eine Anzeige lässt sich später immer noch erstatten.
Mehr Informationen
Ich bin Fachkraft
Sie möchten Patientinnen/ Patienten zu uns schicken, benötigen unsere Expertise oder möchten unsere Arbeit unterstützen? Dann freuen wir uns darauf, Sie kennenzulernen: Nehmen Sie am besten gleich Kontakt auf!
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Ich bin Ärzt_in

DAS NETZWERK ERKLÄRT IN DER PODCASTREIHE „HANNOVER IST STÄRKER ALS GEWALT“

Das Thema häusliche Gewalt ist schon lange kein Tabuthema mehr – der kommunale Präventionsrat der Landeshauptstadt Hannover möchte mit dem Jahresmotto „Hannover ist stärker als Gewalt – für sichere Familien in unserer Stadt“,  angelehnt an die Initiative „Stärker als Gewalt“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen zum Thema informieren.

 

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SAT.1 Regional berichtet über das Netzwerk ProBeweis

Inmitten eines informativen Beitrages über das Thema Femizid beantwortet Rechtsmedizinerin Sarah Stockhausen die wichtigsten Fragen über ProBeweis und erklärt was Betroffene tun können.

 

Hier geht es zum Link:

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DATENSCHUTZ- UND SICHERHEITSHINWEIS – DIGITALE SPUREN

Wenn eine Person, die Sie bedroht, Zugang zu dem Rechner hat, mit dem Sie diese Website aufrufen, sollten Sie nach dem Verlassen der Seite Ihre digitalen Spuren verwischen. Wir haben die notwendigen Schritte für alle gängigen Browser auf dieser Seite für Sie zusammengefasst.